Großprojekt auf hoher See: Hochtief 1-4

Das Projektgebiet der Offshore-Windparks Hochtief Offshore Development (HTOD) 1-4 umfasst insgesamt eine Fläche von mehr als 300 Quadratkilometern, auf denen rund 340 Windenergieanlagen errichtet werden können. Die Windparkflächen liegen in der Ausschließlichen Wirtschaftszone in der Nordsee (AWZ) in einer Entfernung zwischen 160 und 200 Kilometern vor Borkum. Seit dem Einreichen der Antragsunterlagen beim Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) im Sommer 2009 entwickelt ENOVA die Projekte in der zentralen Deutschen Bucht.

Für die Erwirkung der Genehmigung sind umfangreiche, wissenschaftliche Umweltuntersuchungen nach den Standartuntersuchungskonzepten des BSH erforderlich. ENOVA führte diese bereits seit Mitte 2010 in den Projektgebieten NSWP 4-7 durch. In diesem Rahmen fanden Kartierungen für Fische und Benthos (Kleinstlebewesen im und am Meeresboden) sowie für Vögel und Meeressäuger per Schiff und Flugzeug statt. 2012 erfolgten parallel die Baugrunderkundungen. Hierbei wurden Bodenproben entnommen und Drucksondierungen in den Projektgebieten durchgeführt zur Bestimmung der Sedimentschichten des Meeresbodens. Auf Basis dieser Ergebnisse konnten erste Aussagen zur Tragfähigkeit des Meeresbodens und damit zu einem geeigneten Fundament getroffen werden.

Die Teilfinanzierung der umfangreichen Umweltuntersuchungen erfolgte für zwei der Windparkflächen, NSWP 4 + 5, über einen Beteiligungsfonds. Als stille Gesellschafter hatten interessierte Anleger die Möglichkeit, sich an den Planungs- und Entwicklungskosten der Offshore-Windparks zu beteiligen. Die Projektrechte von NSWP 4-7 wurden im März 2012 von Hochtief Offshore Development Solutions S.à.r.l erworben.

» Mögliche Gesamtleistung: ca. 2.700 MW
» Anzahl möglicher Anlagen: 345 WEA
» Entfernung zur Küste: ca. 200 km vor der deutschen Küste
» Wassertiefe: ca. 40-50 m
» Status: im Genehmigungsverfahren