Seit der Eröffnung des Offshore-Windparks im August dieses Jahres mussten an den einzelnen Windenergieanlagen Arbeiten für den noch fehlenden Netzanschluss abgeschlossen werden. Jetzt ist der Offshore-Windpark für einen möglichst schnellen und reibungslosen Netzanschluss und für die anschließende Stromeinspeisung vorbereitet.

Sobald sich ein geeignetes Wetterfenster ergibt, ist eine turnusmäßige Echolotvermessung geplant. Mit dieser Vermessung wird der Meeresboden und der Kolkschutz an jeder einzelnen Windenergieanlage in regelmäßigen Abständen auf eventuelle Veränderungen untersucht. Der Kolkschutz besteht aus verschiedenen Deckschichten unterschiedlich großer Steine. Diese werden am Fuße des Monopiles der Windenergieanlagen ausgebracht um ein Unterspülen der Anlagen zu verhindern.

Die Messungen werden zunächst im Herbst 2013 und im Frühjahr 2014 durchgeführt. Danach werden die Echolotvermessungen in einem Zweijahresrhythmus stattfinden.

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) stellte Ende Oktober dieses Jahres eine Untersuchung vor nach der Offshore-Windenergieparks der Artenvielfalt in der Nord- und Ostsee zu gute kommen können.

Die Behörde kommt in ihrer Untersuchung zu dem Fazit, dass die Fundamente der Windenergieanlagen künstliche Riffe bilden, an denen sich Muscheln, Seesterne, Seeanemonen, Seelilien sowie Fische wie Makrele und Seebull ansiedeln.

Die Gefahr für Seevögel sei ebenfalls geringer als erwartet. Die Bewegungen und Beleuchtungen der Windenergieanalgen scheinen demnach die Vögel zu verscheuchen und senken so das Kollisionsrisiko.

Für die Untersuchung heran gezogen wurde das Testfeld „Alpha Ventus“ 45 Kilometer vor der Insel Borkum. In dem in 2010 in Betrieb genommenen Windpark kamen unter anderem auch neuartige Methoden wie Fischecholote und digitale Bilderfassungssysteme zum Einsatz, bei denen eine Software die Vogelbewegungen analysierte.

Den Angaben zu Folge zeigten sich keinerlei Auswirkungen auf streng geschützte Meeressäuger wie beispielsweise die Schweinswale. Die Tiere mieden das Windparkfeld während der Rammarbeiten, kehrten nach Abschluss der Bauarbeiten aber wieder zurück.

Bis 2030 sollen nach Planungen der Bundesregierung Windparks mit insgesamt 25 Gigawatt (GW) Leistung installiert werden. Für die Genehmigung sowie die Umweltschutzbelange ist das BSH zuständig. Auf Basis der nun vorgestellten Untersuchungsergebnisse legt die Behörde einen Standard fest („StUK4“), der für die Erbauer von Offshore-Windenergieanlagen in Zukunft verbindlich ist.

Auch in dem Offshore-Windpark Riffgat (ENOVA & EWE AG) in der 12-Seemeilen-Zone soll im Rahmen eines Pilotprojektes die Ansiedlung von Europäischen Hummern erforscht werden. Forscher des Alfred Wegener Institutes aus Bremerhaven starteten bereits Anfang dieses Jahres die Aufzucht von rund 3.000 Hummern. Sie sollen in absehbarer Zeit ausgewildert werden. Das Projekt soll Aufschluss darüber geben ob sich Hummer erfolgreich zwischen Windrädern ansiedeln.