Die Bundesnetzagentur hat aktuell über die Anträge auf Zulassung zur Teilnahme am Kapazitätszuweisungsverfahren und die jeweils zugelassene Anschlusskapazität entschieden. Eben einen solchen Antrag hatte ENOVA für den Offshore-Windpark Riffgat gestellt.

Von den insgesamt elf eingereichten Anträgen von Offshore- Windpark- Betreibern wurden acht Anträge zugelassen, unter anderem auch der von der EWE AG und ENOVA gestellte Antrag auf ein sogenanntes Power-Upgrade für den Offshore-Windpark Riffgat.

Dieses Upgrade ermöglicht eine Leistungssteigerung um 5,4 MW für alle 30 Windenergieanlagen und bewirkt eine Ertragssteigerung von mehr als 2 Prozent. Die Gesamtleistung steigt damit von ursprünglich 108 Megawatt (MW) auf nun 113,4 MW.

Das im August festgelegte Verfahren zur Zuweisung der Anbindungskapazität hat sich laut Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur, in der Praxis bewährt. Antragsteller würden die Möglichkeit nutzen, ihre Anträge an dem tatsächlichen Anschlusspotential auszurichten. Eine clusterübergreifende Versteigerung von Anschlusskapazität konnte damit vermieden werden, so Homann. Dies ermögliche einen zügigen Abschluss des Verfahrens und sei im wirtschaftlichen Interesse der Offshore-Anlagenbetreiber, so Homann weiter.

Am Freitag, den 24. Oktober unterzeichneten die Außenminister von Deutschland, Frank-Walter Steinmeier (SPD), und den Niederlanden, Bert Koenders, einen Staatsvertrag zum Umgang mit der Grenze im Bereich der Emsmündung. Der exakte Grenzverlauf der beiden Länder ist seit dem 15. Jahrhundert ungeklärt.

Eine Neufassung des schon 1960 „im Geiste guter Nachbarschaft“ geschlossenen Ems-Dollart-Vertrag, war unter anderem nötig geworden, da beim Bau des Windparks Riffgat Zuständigkeitsfragen bezüglich des Genehmigungsrechts aufkamen.

Durch den Vertrag wird der Windpark Riffgat – ein Gemeinschaftsprojekt zwischen ENOVA und der EWE AG – auf eine „völkerrechtlich sichere Basis gestellt“, so das Auswärtige Amt. Somit besteht nun Rechtssicherheit für Betreiber und Investoren.