Am vergangenen Wochenende ist Deutschlands erster kommerzielle Offshore-Windpark Riffgat feierlich eingeweiht worden. Auf der Feier anwesend war auch Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD). Während eines Rundfluges ließ Weil sich die Anlagen vom EWE Vorstandvorsitzenden Werner Brinker zeigen. Weil sprach von einem Pionierprojekt für Zukunftstechnologien.

Grund für die Eröffnung des Windparks ohne Stromerzeugung ist die sehr langwierige Bergung der Munitions-Altlasten die den Anschluss ans Stromnetz verzögerte.

Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) beglückwünschte die Verantwortlichen zum Bauabschluss und sprach sich für einen Ausbau von Offshore-Windparks aus. Die Offshore-Windenergie sei grundlastfähig und daher die Technologie die Deutschland brauche um den Atomstrom zu kompensieren.

In der letzten Woche wurde der Offshore-Windpark Riffgat mit der Errichtung der letzten Windenergieanlage (WEA) fertiggestellt. Mit seinen 30 Windenergieanlagen des Typs SWT 3.6-120 ist Riffgat der erste fertigerrichtete kommerzielle Offshore-Windpark in der Nordsee.

Die verbauten Windenergieanlagen haben eine Einzelleistung von 3,6 Megawatt (MW) und einen Rotordurchmesser von 120 Metern. Die Nabenhöhe beträgt 90 Meter, die Gesamthöhe von der Wasseroberfläche bis zur oberen Rotorblattspitze 150 Meter. Mit einer Gesamtleitung von 108 MW wird der Offshore-Windpark Strom für rund 120.000 Haushalte produzieren. Am 10. August soll der Windpark feierlich eingeweiht werden. Strom wird allerdings noch nicht fließen. Netzbetreiber Tennet arbeitet noch an der Fertigstellung des letzten Abschnittes des 50 Kilometer langen Seekabels für den Netzanschluss.