Bunderhee/Medebach: Der Entwicklungsauftrag für ein Windparkprojekt am Standort Hillekopf (Hochsauerland) wurde von den Landesforsten Nordrhein-Westfalen, Wald und Holz NRW, im Rahmen eines Ausschreibungsverfahrens vergeben. An der Ausschreibung nahmen bundesweit rund 20 Projektentwickler teil. Dieses Bieterverfahren konnte der ostfriesische Projektentwickler ENOVA für sich entscheiden.

Die ENOVA Unternehmensgruppe verfügt über langjährige Erfahrungen in der Projektierung und Durchführung von On- und Offshore-Windparks. Darüber hinaus wurde in den letzten Jahren die Expertise in der Projektierung von Windanlagen in Waldgebieten ausgebaut. Die Flächen für den Windpark Hillekopf liegen überwiegend im Staatswald von Wald und Holz NRW. Prognosen zeigen, dass die Gegend rund um den 805 m hohen Berg Hillekopf im nördlichen Teil des Rothaargebirges ein sehr guter Windstandort ist.

Wald und Holz NRW hat zum ersten Mal eine Waldfläche zur Verpachtung als Windenergiestandort ausgeschrieben. ENOVA freut sich auf die Zusammenarbeit mit den Forsten, der Kommune, den Stadtwerken sowie den Menschen in der Region, sagt der Geschäftsführer der Gruppe, Helmuth A. Brümmer.

Auf der Medebacher Windparkfläche nördlich der Ortschaft Küstelberg können nach aktuellem Planungsstand bis zu sechs Windenergieanlagen errichtet werden. Vor kurzem wurde mit den avifaunistischen Erfassungen (Vogelkunde) für die im Rahmen des Genehmigungsverfahrens erforderlichen Artenschutzgutachten begonnen.

In der Gemeinde Moormerland wurde dieses Jahres die im Jahre 1992 von ENOVA errichtete Windenergieanlage repowert. Der Standort befindet sich im nördlichen Landkreis Leer und ist eines der ältesten Windenergie-Projekte aus dem ENOVA-Portfolio.

Beim Repowering wird die bereits bestehende Windenergieanlage durch eine neuere und leistungsstärkere ersetzt. Die Standortausbeute kann so optimiert und der Energieertrag der Windenergieanlage Memgaste verdreifacht werden. Die Altanlage, Typ Micon M 530, hat eine Nennleistung von 250 kW und eine Nabenhöhe von 30 m. Ihr Rotordurchmesser beträgt 26 m. An ihrer Stelle steht jetzt eine Enercon E-53 mit einer Nennleistung von 800kW, einer Nabenhöhe von ca. 73 m und einem Rotordurchmesser von 52,9 m.

Bereits im Oktober wurden die Turmteile für die Windenergieanlage geliefert und zügig verbaut. Die abschließende Montage der Gondel, Nabe sowie der Rotorblätter wurde im November dieses Jahres abgeschlossen. Im Dezember wurde die Windenergieanlage in Betrieb genommen.
Für ENOVA ist Memgaste, neben einer Einzelanlage in Neermoor und dem Windpark Holtgaste, bereits das dritte erfolgreich umgesetzte Repowering-Projekt.

Seit der Eröffnung des Offshore-Windparks im August dieses Jahres mussten an den einzelnen Windenergieanlagen Arbeiten für den noch fehlenden Netzanschluss abgeschlossen werden. Jetzt ist der Offshore-Windpark für einen möglichst schnellen und reibungslosen Netzanschluss und für die anschließende Stromeinspeisung vorbereitet.

Sobald sich ein geeignetes Wetterfenster ergibt, ist eine turnusmäßige Echolotvermessung geplant. Mit dieser Vermessung wird der Meeresboden und der Kolkschutz an jeder einzelnen Windenergieanlage in regelmäßigen Abständen auf eventuelle Veränderungen untersucht. Der Kolkschutz besteht aus verschiedenen Deckschichten unterschiedlich großer Steine. Diese werden am Fuße des Monopiles der Windenergieanlagen ausgebracht um ein Unterspülen der Anlagen zu verhindern.

Die Messungen werden zunächst im Herbst 2013 und im Frühjahr 2014 durchgeführt. Danach werden die Echolotvermessungen in einem Zweijahresrhythmus stattfinden.

Am 5. September gingen an der Hochschule Emden/Leer die 3. Emder Offshore-Tage zu Ende.

ENOVA war auf dem zweitägigen Netzwerk-Treffen der Offshore-Branche  sowohl als einer der Hauptsponsoren als auch im Rahmen des Vortragsprogramms vertreten. Im Fokus der Veranstaltung stand der gegenseitige Gedankenaustausch im Rahmen verschiedener Talkrunden sowie der begleitenden Ausstellung. Dem interessierten Publikum standen parallel praxisbezogene oder wissenschaftliche Vorträge zur Verfügung.
Neben den Messeteilnehmern fanden sich Vertreter aus der regionalen Wirtschaft und Politik  zusammen, um die Offshore-Windenergie in und für die Region zu bestärken. Ein Schwerpunkt des Branchen-Treffs bildete die Abendveranstaltung des 4. September in Johannes a Lasco Bibliothek in Emden. Helmuth A. Brümmer, Geschäftsführer der ENOVA Unternehmensgruppe und Dr. Torsten Köhne, Vorstandsvorsitzender EWE AG, verdeutlichten den insgesamt 300 Gästen anhand der Realisierung Deutschlands ersten kommerziellen Offshore-Windparks in der Nordsee „Riffgat“ die Notwendigkeit für verlässliche Rahmenbedingungen in der Offshore-Branche.

Helmuth A. Brümmer ging in seinem Vortrag auf die Herausforderungen im Genehmigungsverfahren des Offshore-Windparks Riffgat ein und zeichnete die wesentlichen Hürden der 12-jährigen Planungsphase nach. ENOVA hatte als Projektentwickler das Vorhaben Mitte der 90er initiiert und die Genehmigung erwirkt. Brümmer hob die schnelle Umsetzung des Offshore-Windparks hervor. Es sei eine bemerkenswerte Leistung aller Beteiligten in nur 14 Monaten Bauzeit 30 Windenergieanlagen zu errichten. Im Anschluss des Vortrags bot sich die Gelegenheit für den gegenseitigen Austausch und weiterführende Fachgespräche. Brümmer zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf der Offshore-Tage für ENOVA. Das Ziel, sich in der Region für die Region stark zu machen, sei erfüllt worden. Erfreulich sei auch der große Anklang den die Offshore-Tage in der Branche gefunden haben, so Brümmer. Damit hat die Offshore-Windenergie eine weitere hochkarätige Plattform gefunden.

Am vergangenen Wochenende ist Deutschlands erster kommerzielle Offshore-Windpark Riffgat feierlich eingeweiht worden. Auf der Feier anwesend war auch Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD). Während eines Rundfluges ließ Weil sich die Anlagen vom EWE Vorstandvorsitzenden Werner Brinker zeigen. Weil sprach von einem Pionierprojekt für Zukunftstechnologien.

Grund für die Eröffnung des Windparks ohne Stromerzeugung ist die sehr langwierige Bergung der Munitions-Altlasten die den Anschluss ans Stromnetz verzögerte.

Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) beglückwünschte die Verantwortlichen zum Bauabschluss und sprach sich für einen Ausbau von Offshore-Windparks aus. Die Offshore-Windenergie sei grundlastfähig und daher die Technologie die Deutschland brauche um den Atomstrom zu kompensieren.

In der letzten Woche wurde der Offshore-Windpark Riffgat mit der Errichtung der letzten Windenergieanlage (WEA) fertiggestellt. Mit seinen 30 Windenergieanlagen des Typs SWT 3.6-120 ist Riffgat der erste fertigerrichtete kommerzielle Offshore-Windpark in der Nordsee.

Die verbauten Windenergieanlagen haben eine Einzelleistung von 3,6 Megawatt (MW) und einen Rotordurchmesser von 120 Metern. Die Nabenhöhe beträgt 90 Meter, die Gesamthöhe von der Wasseroberfläche bis zur oberen Rotorblattspitze 150 Meter. Mit einer Gesamtleitung von 108 MW wird der Offshore-Windpark Strom für rund 120.000 Haushalte produzieren. Am 10. August soll der Windpark feierlich eingeweiht werden. Strom wird allerdings noch nicht fließen. Netzbetreiber Tennet arbeitet noch an der Fertigstellung des letzten Abschnittes des 50 Kilometer langen Seekabels für den Netzanschluss.