Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) stellte Ende Oktober dieses Jahres eine Untersuchung vor nach der Offshore-Windenergieparks der Artenvielfalt in der Nord- und Ostsee zu gute kommen können.

Die Behörde kommt in ihrer Untersuchung zu dem Fazit, dass die Fundamente der Windenergieanlagen künstliche Riffe bilden, an denen sich Muscheln, Seesterne, Seeanemonen, Seelilien sowie Fische wie Makrele und Seebull ansiedeln.

Die Gefahr für Seevögel sei ebenfalls geringer als erwartet. Die Bewegungen und Beleuchtungen der Windenergieanalgen scheinen demnach die Vögel zu verscheuchen und senken so das Kollisionsrisiko.

Für die Untersuchung heran gezogen wurde das Testfeld „Alpha Ventus“ 45 Kilometer vor der Insel Borkum. In dem in 2010 in Betrieb genommenen Windpark kamen unter anderem auch neuartige Methoden wie Fischecholote und digitale Bilderfassungssysteme zum Einsatz, bei denen eine Software die Vogelbewegungen analysierte.

Den Angaben zu Folge zeigten sich keinerlei Auswirkungen auf streng geschützte Meeressäuger wie beispielsweise die Schweinswale. Die Tiere mieden das Windparkfeld während der Rammarbeiten, kehrten nach Abschluss der Bauarbeiten aber wieder zurück.

Bis 2030 sollen nach Planungen der Bundesregierung Windparks mit insgesamt 25 Gigawatt (GW) Leistung installiert werden. Für die Genehmigung sowie die Umweltschutzbelange ist das BSH zuständig. Auf Basis der nun vorgestellten Untersuchungsergebnisse legt die Behörde einen Standard fest („StUK4“), der für die Erbauer von Offshore-Windenergieanlagen in Zukunft verbindlich ist.

Auch in dem Offshore-Windpark Riffgat (ENOVA & EWE AG) in der 12-Seemeilen-Zone soll im Rahmen eines Pilotprojektes die Ansiedlung von Europäischen Hummern erforscht werden. Forscher des Alfred Wegener Institutes aus Bremerhaven starteten bereits Anfang dieses Jahres die Aufzucht von rund 3.000 Hummern. Sie sollen in absehbarer Zeit ausgewildert werden. Das Projekt soll Aufschluss darüber geben ob sich Hummer erfolgreich zwischen Windrädern ansiedeln.

Am 5. September gingen an der Hochschule Emden/Leer die 3. Emder Offshore-Tage zu Ende.

ENOVA war auf dem zweitägigen Netzwerk-Treffen der Offshore-Branche  sowohl als einer der Hauptsponsoren als auch im Rahmen des Vortragsprogramms vertreten. Im Fokus der Veranstaltung stand der gegenseitige Gedankenaustausch im Rahmen verschiedener Talkrunden sowie der begleitenden Ausstellung. Dem interessierten Publikum standen parallel praxisbezogene oder wissenschaftliche Vorträge zur Verfügung.
Neben den Messeteilnehmern fanden sich Vertreter aus der regionalen Wirtschaft und Politik  zusammen, um die Offshore-Windenergie in und für die Region zu bestärken. Ein Schwerpunkt des Branchen-Treffs bildete die Abendveranstaltung des 4. September in Johannes a Lasco Bibliothek in Emden. Helmuth A. Brümmer, Geschäftsführer der ENOVA Unternehmensgruppe und Dr. Torsten Köhne, Vorstandsvorsitzender EWE AG, verdeutlichten den insgesamt 300 Gästen anhand der Realisierung Deutschlands ersten kommerziellen Offshore-Windparks in der Nordsee „Riffgat“ die Notwendigkeit für verlässliche Rahmenbedingungen in der Offshore-Branche.

Helmuth A. Brümmer ging in seinem Vortrag auf die Herausforderungen im Genehmigungsverfahren des Offshore-Windparks Riffgat ein und zeichnete die wesentlichen Hürden der 12-jährigen Planungsphase nach. ENOVA hatte als Projektentwickler das Vorhaben Mitte der 90er initiiert und die Genehmigung erwirkt. Brümmer hob die schnelle Umsetzung des Offshore-Windparks hervor. Es sei eine bemerkenswerte Leistung aller Beteiligten in nur 14 Monaten Bauzeit 30 Windenergieanlagen zu errichten. Im Anschluss des Vortrags bot sich die Gelegenheit für den gegenseitigen Austausch und weiterführende Fachgespräche. Brümmer zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf der Offshore-Tage für ENOVA. Das Ziel, sich in der Region für die Region stark zu machen, sei erfüllt worden. Erfreulich sei auch der große Anklang den die Offshore-Tage in der Branche gefunden haben, so Brümmer. Damit hat die Offshore-Windenergie eine weitere hochkarätige Plattform gefunden.

Am 27.08.2013 hat das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) für die von der ostfriesischen Unternehmensgruppe ENOVA initiierten Offshore-Windparks Innogy Nordsee 2 und 3 die Genehmigung erteilt. Damit hat das BSH weitere 108 Windenergieanlagen genehmigt. 48 Windenergieanlagen entfallen auf Innogy Nordsee 2, 60 Anlagen auf Innogy Nordsee 3. Die Projektgebiete gehören zu dem Windparkcluster Innogy Nordsee 1,2 und 3 rund 40 Kilometer vor der Insel Juist. Hier können bis zu 162 Windenergieanlagen mit einer Leistung von rund 1.000 Megawatt (MW) installiert werden. Bereits im April 2012 erhielt Innogy Nordsee 1 die Genehmigung vom BSH.

Mit dem Erhalt der Genehmigung ist Deutschlands größter Offshore-Windparkkomplex vollständig entwickelt. ENOVA hatte als Projektentwickler das Vorhaben initiiert. Ende 2008 erwarb  RWE Innogy GmbH die Projektrechte und teilte das Gebiet in drei Teilflächen auf. ENOVA führte die weitere Entwicklung der Projekte bis zur Genehmigungserteilung durch. Für ENOVA ist dies bereits die sechste Genehmigung für einen Offshore-Windpark. Damit stellt ENOVA erneut ihre Position als einer der größten Offshore-Projektentwickler Deutschlands unter Beweis. Weitere Projekte für die ENOVA die Genehmigungsplanung abgeschlossen hat, sind die Offshore-Windparks  Delta Nordsee 1 und 2 sowie der erst kürzlich fertiggestellte Windpark Riffgat der 12-Seemeilen Zone.

Am 15. August 2013 war der Niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) zu Besuch bei ENOVA.

Herr Weil informierte sich über die Offshore-Projekte, die ENOVA initiiert und durch das Genehmigungsverfahren führt. Er zeigte sich beeindruckt, über die Innovationskraft des Unternehmens aus der ländlichen Region des Rheiderlands. Herr Brümmer, Geschäftsführer von ENOVA und Mitglied der IHK-Vollversammlung, wies auf die Erfordernis verlässlicher Rahmenbedingungen für Planer und Investoren im Bereich der Erneuerbarer Energien hin. Die Offshore-Windenergie sei ein zentraler Baustein der Energiewende, zudem berge sie ein enormes Potential für die wirtschaftliche Entwicklung des Küstenraums, waren sich Herr Weil und Herr Brümmer einig.

Um die vorrangige Einspeisung regenerativer Energie weiterhin sicher zu stellen und ist es laut Brümmer unbedingt erforderlich, das Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien (EEG) in seiner jetzigen Form fortzuschreiben. Im Bereich der Onshore-Windenergie gäbe es noch gute Windstandorte, die unter verlässlichen Rahmenbedingungen zeitnah umgesetzt werden könnten.

Am vergangenen Wochenende ist Deutschlands erster kommerzielle Offshore-Windpark Riffgat feierlich eingeweiht worden. Auf der Feier anwesend war auch Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD). Während eines Rundfluges ließ Weil sich die Anlagen vom EWE Vorstandvorsitzenden Werner Brinker zeigen. Weil sprach von einem Pionierprojekt für Zukunftstechnologien.

Grund für die Eröffnung des Windparks ohne Stromerzeugung ist die sehr langwierige Bergung der Munitions-Altlasten die den Anschluss ans Stromnetz verzögerte.

Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) beglückwünschte die Verantwortlichen zum Bauabschluss und sprach sich für einen Ausbau von Offshore-Windparks aus. Die Offshore-Windenergie sei grundlastfähig und daher die Technologie die Deutschland brauche um den Atomstrom zu kompensieren.

In diesem Jahr fand am Firmensitz der ENOVA Unternehmensgruppe in Bunderhee der sechste IHK-Offshore-Stammtisch statt. Das Netzwerktreffen der Offshore-Windindustrie, das von der Hochschule Emden/Leer und der IHK zweimal jährlich veranstaltet wird, hat sich zu einem festen Bestandteil der Branche entwickelt und dient als Brücke zwischen den jährlichen „Emder Offshore-Tagen“.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Prof. Gerhard Kreutz der Hochschule Emden/Leer ging dieser auf die positive Entwicklung der Offshore-Windenergie und auf die sechs Projekte ein, die derzeit in der Nordsee im Bau sind. Im weiteren Verlauf hielt der Inhaber und Geschäftsführer der ENOVA Unternehmensgruppe, Herr Dipl.-Phys. Helmuth A. Brümmer, einen Vortrag über die Offshore-Aktivitäten von ENOVA, die auch thematischer Schwerpunkt des Abends waren. Im Anschluss stellte Prokurist Dipl.-Ing. Dirk Warnecke die Projektentwicklung und Bauphase auf hoher See am Beispiel des Offshore-Windparks RIFFGAT vor. Nach Beendigung des Vortragsprogramms stand der gegenseitige Informationsaustausch im Vordergrund.

In der letzten Woche wurde der Offshore-Windpark Riffgat mit der Errichtung der letzten Windenergieanlage (WEA) fertiggestellt. Mit seinen 30 Windenergieanlagen des Typs SWT 3.6-120 ist Riffgat der erste fertigerrichtete kommerzielle Offshore-Windpark in der Nordsee.

Die verbauten Windenergieanlagen haben eine Einzelleistung von 3,6 Megawatt (MW) und einen Rotordurchmesser von 120 Metern. Die Nabenhöhe beträgt 90 Meter, die Gesamthöhe von der Wasseroberfläche bis zur oberen Rotorblattspitze 150 Meter. Mit einer Gesamtleitung von 108 MW wird der Offshore-Windpark Strom für rund 120.000 Haushalte produzieren. Am 10. August soll der Windpark feierlich eingeweiht werden. Strom wird allerdings noch nicht fließen. Netzbetreiber Tennet arbeitet noch an der Fertigstellung des letzten Abschnittes des 50 Kilometer langen Seekabels für den Netzanschluss.